Chorgemeinschaft singt bei "Dillinger Kulturtagen"
Am 29. Oktober fuhr die Chorgemeinschaft mit einem Haslach-Bus nach Höchstädt, um im dortigen neu renovierten Schloss bei den "Dillinger Kulturtagen" mitzuwirken. Möglich gemacht hatte diesen Kurzauftritt - wir durften, wie alle anderen Chöre auch, nur drei Lieder singen - eine Absprache zwischen den beiden Vorsitzenden der Chorverbände Allgäu und Donau, die ein gemeinsames Konzert mit "prominenten Chören" der beiden Verbände beschlossen hatten.
So begaben wir uns aus dem sonnendurchfluteten Allgäu in die neblig-trüben Niederungen der Donau und fanden nach über zwei Stunden Fahrt tatsächlich das Höchstädter Schloss. Schon beim Einsingen konnten wir uns von der guten Akustik in den sehr schön renovierten Räumen überzeugen. Wir hatten die Ehre, gleich als erster Chor den Reigen zu eröffnen und konnten uns daher auch schon während des gemeinsam gesungenen Kanons den Zuhörern als Chor präsentieren. Mit dem "Amor im Nachen" schifften wir gekonnt und recht sicher über so manche Stromschnellen und Untiefen, die dem Chorleiter bei der Hauptprobe zuvor noch etliche Schweißperlen und in der Nacht darauf schlaflose Stunden beschert hatten. Aber die Chorgemeinschaft bestätigte sich wieder als Meisterin in der Bewältigung schwieriger Fälle. "Über den Wolken" schwebten wir dann beim nächsten Lied zwar nicht direkt, doch konnten wir dank der souveränen Unterstützung durch Eva Böck am Flügel diesen Reinhard-Mey-Song mit viel Engagement überzeugend darbieten. Mit dem "Kuckuck", der "auf einem Baum saß", brachten wir als dritten Beitrag ein sehr bewegtes, mit allerlei Überraschungen aufwartendes Volkslied, das durch seine immer wieder neu gesetzten Strophen die Zuhörer jedes Mal wieder begeistert.
Nachdem unser Auftritt also recht gut gelungen war, konnten wir uns in aller Ruhe entspannt die weiteren Chöre anhören und kritisch beäugen. Anregungen fanden wir weniger im dargebotenen Liedgut (teilweise zu schräg und schwer, teilweise schon bekannt und zu brav), sondern eher im Outfit der auftretenden Chöre. So konnte man des öfteren hören: Die waren toll angezogen, oder: Das war aber scheußlich ... . Wie dem auch sei, Geschmäcker sind eben verschieden, und das Letzte, was ich tun will, ist, so kurz vor unserem Jubiläum noch unsere Chorkleidung in Frage stellen zu wollen. Konzentrieren wir uns aufs Musikalische, da haben wir viel Arbeit vor uns liegen.